Follow me


Mo, 29. Nov 2010, 23:53

Vorhin entdeckte Björn im Garten einen Igel … er stocherte mit seinem Näschen im Schnee rum. Björn nahm also ein Handtuch und ging raus. Beim ersten Annähern zog er es allerdings vor unter der Holzterrasse zu verschwinden (der Igel natürlich, nicht der Björn). Keine Minute später war er wieder raus, und diesmal konnte Björn ihn überwältigen sich vorsichtig ranpirschen und ihm todesmutig behutsam das Handtuch über den Körper legen um ihn damit hoch zu nehmen und in einen Karton zu setzen.

Gestatten, Piet van der Ossistraat – und leider nur knapp 400 g schwer leicht (und ziemlich neugierig, weil er Blitz Blitz sein ließ und mit dem Näschen voran die ganze Zeit aus der Stachelkugel rausblinzelte):

Ich habe die Tierärztin angerufen, und morgen werde ich mich entweder an den NABU wenden oder an die Göttinger Igelmutti, die eine Menge Igel aufpäppelt und überwintert.

Wir haben ihm dann letztlich einen schönen Karton fertig gemacht, ein Papphäuschen reingestellt und Björn hat noch eben Katzenfutter gekauft, das wir dem Igel dann in sein Zwischenquartier gestellt haben.
Dort hat er sich dann auch nach ein klein bißchen Ruhe ausgekugelt und sich neugierig umgeschaut.

Und einen kurzen Augenblick später machte er sich über das Futter her, von dem er mittlerweile schon einiges verputzt hat.

Ist doch eigentlich ein gutes Anzeichen, oder? Ich hoffe das Kerlchen schafft es und kann im Frühling dann wieder durch die Gärten streifen.

Mo, 29. Nov 2010, 0:59

Nachdem ich vor Jahren schon das Buch verschlungen habe (bin ja ein leidenschaftlicher Pratchett-Fan), haben wir uns jetzt den neuen Scheibenwelt-Film Going Postal angesehen. Und da er uns wie erwartet vollkommen in den Bann zog, haben wir an einem Abend sogar beide Teile von insgesamt mehr als 3 Stunden genossen. Ich kann ihn jedem Pratchett- und Scheibenwelt-Fan nur empfehlen.

Going PostalFeucht von Lipwig ist ein Betrüger aller erster Güte. Mit einem absolut uneinprägsamen Gesicht gesegnet, gelingt es ihm, eine Schwindelei nach der anderen abzuziehen und dabei ganze Banken in die Pleite zu treiben. Dabei redet er sich noch ein, dass es bei seinen Verbrechen ja schließlich keine Opfer gibt, denn er wendet ja nie Gewalt an.
Dumm nur, dass es einen Werwolf in der Wache von Ankh-Morpork gibt, der sich eher für Geruch und nicht so sehr für das Aussehen interessiert. Und ehe es sich Feucht versieht, baumelt er schon am langen Arm des Gesetzes, bzw. dessen Galgenstrick. Als ihn nur noch ein Inch vom sicheren Tod trennt erscheint ihm ein Engel… in Form von Lord Vetinari, der ihm buchstäblich ein Angebot macht, dass er einfach nicht ablehnen kann.
Und so wird Feucht der neue Postmeister der desolaten Post von Ankh-Morpork. Zusammen mit seinem Bewährungshelfer, Mr. Pumpe 19, der dummerweise auch noch ein Golem ist, macht sich Feucht an die beinahe übermächtige Aufgabe, das Postamt, das bis zum Rand mit nicht zugestellten Briefen zugestopft ist, wieder auf Vordermann zu bringen. Dass er dabei gleichzeitig der Klacker-Gesellschaft (sowas wie ein Telegrafenamt), die schlechten Service zu hohen Kosten bietet und bislang konkurrenzlos ist, ordentlich auf die Zehen steigt, erklärt sich von selbst.
Bei seiner Aufgabe wird er, mal mehr mal weniger, von einer jungen Dame namens Adora-Belle Dearheart unterstützt, die, obwohl stachelig wie ein gegen den Strich gebürstetes Stachelschwein, doch eine gewisse Faszination in Feucht auslöst. Dumm nur, dass er mit seinen Betrügereien ihre Familie in den Ruin getrieben hat und auch noch indirekt für den Tod ihres Bruders verantwortlich ist.
Doch zu guter Letzt gelingt es Feucht, für seine Sünden zu büßen, das Postamt zu reformieren und die übermächtige Klacker-Gesellschaft in die Knie zu zwingen.

Quelle: Amazon