Sa, 28. Okt 2006, 10:22
Heute sollte man sich besser großräumig dem Bahnhof fernhalten. Von 12 – 14 Uhr findet dort auf dem Vorplatz wieder mal eine NPD-Kundgebung statt.
Auch wenn diesmal wieder alles versucht wurde, diese zu verhindern, gelang es der Stadt wieder einmal nicht. Einzig dem Anliegen, daß es sich dann wenigstens auf eine “stationäre Kundgebung” beschränkt, hatte das OVG Lüneburg entsprochen.
Auch wenn die NPD dagegen Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichte, wurde diese dort abgewiesen. Es bleibt dabei, daß der Bahnhofsvorplatz nicht verlassen werden darf.
Gestern Abend fand in der Innenstadt eine sogenannte “Warm-up-Demo” gegen die NPD-Kundgebung gab, an der rund 600 Menschen teilnahmen – darunter ca. 400 Autonome. Die Stimmung war von Anfang an gereizt und aggressiv, besonders den rund 500 Beamten gegenüber.
Auf jeden Fall ist am Bahnhof und drum herum alles gut verbarrikadiert und abgesperrt. An der gleich angrenzenden Hauptpost wurde die gesamte Fensterfront vernagelt.
Na, warten wir jetzt mal ab, wie es diesmal ausgeht. Ich habe fast die Befürchtung, daß die Autonomen sich für dieses Mal Neues haben einfallen lassen, nachdem sie beim letzten Mal so fast gar nicht zum Zuge kamen.
Nachtrag: Das Schlimmste an der ganzen Sache ist die Tatsache, daß es für einen friedlichen Verlauf notwendig ist, wegen ein paar braunen Hanseln ein entsprechendes Polizeiaufgebot zu aufzubieten: 6000 Polizisten, Wasserwerfer, Hunde und Hubschrauber – und das nur, damit nicht wieder so etwas wie im Oktober 2005 passiert.
Nachtrag Nr. 2: Wens interessiert, kann beim Göttinger Stadtradio die noch bis 15 Uhr per Livestream laufende Berichterstattung verfolgen.